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Auf den Zwiesel – kleine, aber feine Tour!

5. April 2018

Eine kleine, aber feine Tour!

Wenn Anfang des Jahres in den Bergen noch viel Schnee liegt, gehören diese zuallermeist den Skifahrern, Snowboardern und Skitourengängern. Gehört man nicht zu diesen Personengruppen, so muss man schauen, wo man bleibt.

Wandern geht aber auch im Winter! Man muss sich natürlich etwas anders auf sein Ziel vorbereiten, aber dem Spaß tut das keinen Abbruch. Daher soll diese kleine, aber feine Tour ein Beispiel für eine Winterwanderung sein.

Ziel: Zwieselberg bei Bad Tölz

Höhe: 1348m

Höhenmeter: ca. 620

Schwierigkeit: leicht

Dauer: Bergauf ca. 2 h/ Bergab ca. 1.5 h

Prädikat: empfehlenswert, vor allem im Winter oder für Wandereinsteiger

Vorab: Wenn ihr im Winter in den Bergen unterwegs seid und es geschneit hat, ist eine sorgfältige Planung das allererste was ihr tut. Lawinen treffen nicht nur diejenigen, die auf Brettern unterwegs sind und auch die Belastung eines oder weniger Wanderer auf einer Schneedecke kann durchaus eine Lawine auslösen. Außerdem gibt es natürlich auch Gleitschneelawinen, die von selbst abgehen.

Ergo empfehle ich jedem, der im Winter in die Berge will sich einige Grundkenntnisse zum Thema Lawinen anzueignen und vor allem direkt vor der geplanten Tour den Lawinenlagebericht zu lesen. Für Bayern findet man diesen beim Lawinenwarndienst (mit Einteilung in Regionen, Infos zur Prognose und den unterschiedlichen Gefahrenstellen, sowie Schneedeckenaufbau). Wer sich nicht auskennt, der fragt jemanden, der sich auskennt mitzukommen. Allein durch diese Vorsichtsmaßnahmen kann ein Risiko stark minimiert werden.

Die weiteren Eckdaten:

  • Adresse fürs Navi: Lehen 12, 83646 Wackersberg
  • Anfahrt m Detail ab München: A8 München – Salzburg -> Ausfahrt Holzkirchen -> In Bad Tölz Richtung Bad Heilbronn auf Hauptstrasse bleiben -> Nach Isarbrücke rechts immer Richtung „Wackersberg“ -> In Steilbach links Richtung Lehen und bis nach Lehen bis zum Wanderparkplatz bei der Waldherralm

Aufstieg:

Vom Parkplatz folgt man kurz gesagt einfach den Schildern Richtung Zwiesel über Schnoaderalm. Es geht einen Forstweg hoch, die Abzweigungen Richtung Blomberg lässt man dabei einfach links liegen und genießt dafür den zwar etwas monotonen, dafür aber mäßigen Anstieg des Forstweges.

Nach ca. 20-30 Minuten  hält man sich in einer Kurve rechts, direkt vor einem quert dann der Steinbach. Eine Stahltreppe über diesen sollte man überqueren, damit man auch wirklich sein Ziel erreicht. Als ich am Wochenende dort war, lag auf dieser Stahltreppe auch noch ein umgefallener Baumstamm, der mir die Querung etwas erschwerte, aber normalerweise ist dies nicht tragisch (außerdem auch mit roter Makrierung versehen). Es folgt das steilste Stück der Tour. Bei Tauwetter und kürzlichem Regen, kann es hier sehr rutschig werden, ich war jedenfalls sehr froh Stecken dabeizuhaben, da es ansonsten sicherlich das ein oder andere Mal zu einem eher unsanften Abgang gekommen wäre. Wenn hier Schnee liegen sollte ist auch das Tragen von Spikes  und/oder Grödel (je nach Schneehöhe) empfehlenswert. Dem Pfad folgt man in leichten Serpentinen bergauf. Eigentlich sollte man meinen, dass man sich nicht verirren kann, ich hingegen habe es aufgrund von Schnee und verdeckten Markierungen aber dennoch geschaft erst einmal 10 Minuten an meinem Ziel, dem Berggipfel vorbeizulaufen. Machte aber nichts, dafür konnte ich umso mehr die schöne Aussicht auf das unter einem liegende Isartal genießen. Wenn man alles richtig macht, verdichtet sich das Gelände irgendwann und ein Wald taucht auf. Hier muss man einen Zaun überqueren und hat dann auch schon die Schnoaderalm (unbewirtschaftet) und den Zwiesel im Blick. Über den schönen Gipfelrücken geht es noch für ein paar Höhenmeter und ca. 10-15 Minuten bis zum Gipfelkreuz empor und dann kann man die Aussicht genießen. Genießt es und lasst hier ruhig den Blick ein wenig schweifen und die Seele baumeln.

Abstieg:

Der Abstieg erfolgt genau wie der Aufstieg. Man kann natürlich auch noch den Nachbarberg Blomberg noch mitnehmen (ich habe mir das gespart, da es dort dank der Blombergbahn oft zugeht wie sonst was).

Eine Lawinengefahr ist hier wenig bis nicht gegeben und im Sommer schätzt man sicherlich den Aufstieg im Bergwald, da die Sonne einem nicht die gesamte Zeit im Nacken brennt.

Enjoy!

 

 

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