Allgemein, Gesundheit

Auf in den Kampf!

27. November 2015

Da sitze ich heute ganz locker flockig an meinem Schreibtisch und freue mich des Lebens (yeah, ich darf Ende nächster Woche wieder laufen, Freude schöner Götterfunken…) und dann passiert es. Ich hatte mir grad überlegt, dass ich die Zeit im Büro (die nun einmal einen Großteil meines Tages ausmacht) zwischendurch nutzen könnte um die Muskeln etwas zu lockern und nebenbei ein paar Gymnastik- und Lockerungsübungen zu machen.
Gesagt, getan.
Die Nacken- und Schultermuskulatur musste als Erstes dran glauben. Lief auch ganz gut soweit. Kopfkreisen, Schulterkreisen. Alles bestens.
Oooookay, so gut es halt sein kann, wenn man im Schnitt 9 Stunden am Tag am Schreibtisch sitzt und zudem seit Wochen nicht viel mehr Bewegung hat als den Weg zur und von der Arbeit nach Hause und auf die Couch/ins Bett. Ab und an mal ein Spaziergang im Tempo einer 90-Jährigen mit Rollator. Also ohnehin schon ein ziemliches Trauerspiel, aber was soll man tun, wenn der Körper nicht so will wie der Kopf?

Trotzdem insgesamt ganz ordentlich.
Langsam aber sicher war der Gluteus Maximus (zu Deutsch: Popo) dran (und der ist bei mir tatsächlich ganz gut ausgebildet, Frau halt…), auch hier keinerlei Einschränkungen zu vermelden. Obwohl so ein paar Übungen einen daran erinnern, die Finger von den Süßigkeiten zu lassen, wenn man da anfällig ist.
Doch dann: das Grauen. Ein Alptraum allererster Güte. Hitchcock lässt grüßen.
Die Beine.

p17
Dachte mir: mach ich mal ein paar leichte Dehnübungen, das schadet nicht und außerdem soll es ja in einer Woche wieder mit dem Lauftraining losgehen, dehnen kann man da ohnehin nie genug und ehrlicherweise vernachlässige ich das gern ein wenig, weil unangenehm und so. Schwuppdiwupp die alten Übungen aus den hintersten Hirnwindungen vorgekramt und dann ging es los. Schmerzen. Es ziept, es reißt. Es tut weh. Verdammt!
Ich erinnerte mich dunkel, dass ich noch vor kurzer Zeit damit geprahlt hatte, dass ich total flexibel sei, a Brezn‘ sei nix gegen mich…
Pustekuchen. Alles futsch. Ein Betonklotz kommt der Flexibilität meiner Beine wohl näher im Moment, denn ich hab maximal verkürzte Muskeln/Sehnen in den Beinen. Nach sofortiger Recherche kann ich nun verkünden: Mein Quadrizeps scheint arg verkümmert/verkürzt.
Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb ist mein Ehrgeiz geweckt. Es kann doch nicht sein, dass man mit frischen 30 Jahren (darf ich kurz erwähnen, dass die Arzthelferin neulich ganz verdutzt war als sie mein Alter auf dem Patientenbogen las? Jaja, jünger wurd ich geschätzt, Laufen ist einfach rundum gut – Anti-Aging der allerfeinsten Sorte!) auf einmal die Hände bei gestreckten Beinen kaum mehr an die Knöchel bekommt und auch schon das einfache Anspannen der hinteren Beinmuskulatur bei ausgestrecktem Bein zu einem reißenden Schmerz führt!
Ja, da haben wir den Salat und ich bin ziemlich ernüchtert. Sicherlich war mir bewusst, dass der Wiedereinstieg kein Spaziergang werden würde, aber dass es schon beim Dehnen zu scheitern droht? Nein, das war mir absolut nicht klar. Pfoah, das wird ein hartes Stück Arbeit. Macht aber nichts. Ich habe da ja ein Motto.

Foto 24.08.15, 09 07 49

 

 

„Without struggle there is no progress“

(Das Tattoo rechts finde ich daher auch sehr toll, bisher hatte ich aber nicht den Mut es stechen zu lassen)

 

 

 

 

Deshalb gilt nun: auf in den Kampf!
Diese Übungen baue ich jetzt in meinen Alltag ein. Gerade im Hinblick auf den Halbmarathon muss ich meine Muskulatur gut behandeln und ordentlich dehnen und kräftigen. Es bleibt also spannend!
PS. Wären ein paar Übungen von Interesse oder ist das ein alter Hut? Wenn ersteres gegeben wäre, dann würd ich nochmal einen Beitrag mit ausführlichen Erklärungen folgen lassen. Ich habe das Glück (oder Pech, weil überhaupt notwendig) in den letzten Jahren sehr regelmäßig in den Händen eines fähigen Physiotherapeuten gewesen zu sein, der mich auch mit einigen Übungen für den Alltag des Schreibtischtäters ausgestattet hat.

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